Das Wappen der Schlepperfreunde NordbadenEin Verein stellt sich vor:

Die SCHLEPPERFREUNDE NORDBADEN


Unter diesem Namen fand sich im März 1993 eine Gruppe von 14 Gleichgesinnten zusammen, die teilweise schon in anderen Vereinen der Region aktiv waren. Als Organisationsform wurde eine freie Interessensgemeinschaft gewählt, in der die schon im Einzelfall seit 1983 bestehende Tradition der Beteiligung an Kerwe-Umzügen, örtlichen Vereinsfeiern sowie Jahresfeiern der umliegenden Gemeinden fortgesetzt wurde. Auch wenn man sich der Restaurierung und Erhaltung kulturhistorischer landwirtschaftlicher Geräte im Allgemeinen verschrieben hat, stehen alte Traktoren jeder Marke im Vordergrund des Interesses. In unzähligen Arbeitsstunden werden auch solche Maschinen, die von unkundigen Betrachtern nur noch als Schrott eingestuft werden, technisch und optisch wieder straßentauglich gemacht. Solche zum technischen Leben wiedererweckten Fahrzeuge können dann auch über größere Distanzen zu den alljährlichen Traktorentreffen befreundeter Vereine gefahren werden. Die stets gut besuchten monatlichen Zusammenkünfte des inzwischen angewachsenen Vereins dienen dem Gedankenaustausch, der Planung und der Geselligkeit. Hier ist das „Fachsimpeln“ nicht nur Männersache. Vereinsabende, Ausfahrten und Beteiligungen an Veranstaltungen sind Familienaktionen.

Die seit 1994 alle zwei Jahre durchgeführten Bulldog- und Schleppertreffen des Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim wurden von den “Nordbadenern“ mitorganisiert. Ebenso beteiligt waren die Schlepperfreunde 1996 an der Feier „75 Jahre LANZ-BULLDOG“ des John-Deere-Werkes.

Zwischen Mannheim, Wiesloch und Mosbach kann man den SCHLEPPERFREUNDEN NORDBADEN bei einer weiteren Attraktion zusehen. Nach alter Methode wird hier im Herbst Most gepresst. Angetrieben wird die Obstmühle über Riemenscheibe und Flachriemen von einem Oldtimer-Traktor, die Presse von Hand betätigt. Hierbei ergeben sich interessante Gespräche zwischen allen Altersgruppen. So mancher Zuschauer kommt ins Schwärmen und erzählt gerne über Arbeiten, die er damals als Last empfunden hat.

„Traktoritis“ ist eine unheilbare Krankheit, darüber sind sich die SCHLEPPERFREUNDE einig. Wen es erwischt hat, der lässt keinen Traktor unbeachtet an sich vorbeifahren. Wer ein Fahrzeug besitzt, hält schon Ausschau nach dem nächsten und macht auch vor einem vermeintlichen Schrotthaufen nicht halt. Nach getaner Arbeit freut man sich dann über die ersten Rauchwolken aus dem „neuen“ Gefährt.

Ein Problem haben fast alle Anhänger dieses interessanten Hobbys und das kann man am besten so ausdrücken:
Briefmarkensammeln muss nicht unbedingt billiger sein, aber es ist ohne Zweifel platzsparender!